Die Universität Göttingen verbindet mit der Stanford University in Kalifornien eine lebendige Partnerschaft über verschiedene Disziplinen hinweg. Eine Delegation mit dem niedersächsischen Wissenschaftsminister Falko Mohrs, Dr. Georg Schütte von der VolkswagenStiftung und Vertreter*innen der Universität Göttingen besuchte die Stanford Law School.
In den Kooperationen von Göttingen und Kalifornien verbinden sich kluge Köpfe, um Ideen und globale Innovationen voranzutreiben. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit in der rechtswissenschaftlichen Lehre: In einem Seminar kommen Studierende beider Einrichtungen zusammen, um die rechtlichen Rahmenbedingungen in den USA und in Deutschland zu vergleichen und zu analysieren. Prof. Dr. Alexander Baur vom Göttinger Institut für Kriminologie hat dieses Lehrangebot in Zusammenarbeit mit dem Stanford Criminal Justice Center ins Leben gerufen.
Auch auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und Computational Neuroscience besteht eine enge Zusammenarbeit der Göttinger Labore von Prof. Dr. Alexander Ecker und Prof. Dr. Fabian Sinz mit Laboren in Stanford. Gemeinsam entwickeln sie „digitale Zwillinge“ des Gehirns, um die Geheimnisse der biologischen und künstlichen Intelligenz zu entschlüsseln.
Globale politische Wandlungsprozesse und die Zukunft der Demokratien stehen im Fokus „Civilizationism Project“ in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Es entstand aus der Initiative eines internationalen Forschungsnetzwerks unter der Leitung von Prof. Srirupa Roy vom Göttinger Zentrum für moderne Indologie (CeMIS), Prof. Dominic Sachsenmaier vom Institut für Ostasienwissenschaften in Göttingen, verschiedenen Fachbereichen der Stanford University sowie zahlreichen weiteren Wissenschaftler*innen von Universitäten in Europa, Asien und Nordamerika.

„Wir freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und auszubauen“, sagt Prof. Dr. Inge Hanewinkel, Vizepräsidentin für Chancengleichheit, Diversität und Internationales der Universität Göttingen. „Wir wollen gemeinsame Forschungsprojekte über mehrere Fakultäten hinweg vorantreiben und neue Austauschmöglichkeiten für Studierende und Forschende erschließen.“
