Die Universität als Bauherrin

Im Jahr 2003 wurde die Universität Göttingen in eine Stiftung Öffentlichen Rechts überführt, wodurch sie Eigentümerin der von ihr genutzten Gebäude wurde. Mit diesem Schritt entstanden neue Aufgaben und Verantwortlichkeiten für die Universität, und unter der Leitung von Rainer Bolli die neue Abteilung Gebäudemanagement und das Universitätsbaumanagement. Dies betreut seitdem rund 250 eigene und angemietete Gebäude und investiert jährlich etwa 40 Millionen Euro in Bauvorhaben.

Ein Schwerpunkt in den vergangenen Jahren war die Sanierung und Restaurierung der hochwertigen Baudenkmale wie zum Beispiel Sternwarte, Aula, Alte Mensa und das historische Gebäude der Staats- und Universitätsbibliothek, sowie große Neubaumaßnahmen, wie der Neubau der Physik, das Kulturwissenschaftliche Zentrum oder das Rechenzentrum. Neben diesen großen Projekten gab es auch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen von Gebäuden aus den 70er Jahren, wie zum Beispiel die Sanierung der Chemie oder die Fassadensanierung Forst.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielen seit vielen Jahren eine bedeutende Rolle bei der Planung und Entwicklung von Baumaßnahmen an der Universität Göttingen. Ein Beispiel dafür ist die Anpassung des Nordkindergartens und des Lern- und Studiengebäudes an den Passivhausstandard, was bereits erste Erfahrungen im Bereich der Klimaneutralität ermöglicht hat.

Eines der größten Göttinger Bauprojekte seiner Zeit war der Neubau des Gebäudes für die Fakultät für Physik auf dem Nordcampus.
Fertigstellung 2005
Foto: Gisa Kirschmann-Schröder

Im Zuge der Sanierung der alten Staats- und Universitätsbibliothek wurde der ehemalige Kirchenraum zum Ausstellungs- und Veranstaltungsbereich umgebaut.
Fertigstellung: 2005
Foto: Klein und Neumann

Die Grundsanierung der Sternwarte beinhaltete einen Rückbau auf die Bauzeit von 1816 beziehungsweise den ersten großen Umbau von 1886.
Fertigstellung: 2008
Foto: Klein und Neumann

Die Kindertagesstätte im Nordgebiet wurde als erster Bau der Georg-August-Universität Göttingen in passivhausweise erstellt.
Fertigstellung: 2010
Foto: Universität Göttingen

Der Neubau des Kulturwissenschaftlichen Zentrums führte die über das Stadtgebiet verteilten Institute und Seminare der Philosophischen Fakultät zusammen.
Fertigstellung: 2012
Foto: Christoph Gebler

Das Lern- und Studiengebäude dient den Studierenden der Universität Göttingen zum Zweck des Selbststudiums außerhalb der Lehrzeiten.
Fertigstellung: 2013
Fotograf: Martin Liebetruth

Die Gebäude der Fakultät für Chemie entsprachen nicht mehr den technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen und musste dringend saniert werden.
Fertigstellung: 2014/2017/2022
Foto: Universität Göttingen

Das in weiten Teilen marode Gebäude „Alte Mensa“ wurde komplett entkernt und nach den historischen Vorbildern und in Verbindung mit einem im Innenbereich notwendigen Neubau wieder aufgebaut.
Fertigstellung: 2016
Foto: Universität Göttingen

Der Neubau des Rechenzentrums auf dem Nordcampus wurde als Kooperationsprojekt von Uni, UMG, SUB, GWDG und MPG umgesetzt und als solches betrieben.
Fertigstellung Bauabschnitt 1: 2021
Foto: Daniel Wenzel

Zum 20-jährigen Jubiläum des Universitätsbaumanagements, sowie zur Verabschiedung von Rainer Bolli in den wohlverdienten Ruhestand, gibt es nun eine Broschüre, welche einen umfassenden Überblick über die bauliche Entwicklung der Uni in den letzten 20 Jahren liefert.

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