Das Göttinger Ei, besser bekannt als Schlörwagen, wurde 1930 von Karl Schlör in Göttingen im heutigen DLR entwickelt und war revolutionär in Sachen Aerodynamik. Bis heute gibt es keine kommerziell produzierten Fahrzeuge die so windschnittig sind wie dieses Fahrzeug. Grund dafür ist die „Ei“-Form, welche einen extrem geringen Luftwiderstand beim Fahren erzeugt. Dadurch verbraucht das Fahrzeug sehr wenig Treibstoff, obwohl es gleichzeitig Platz für sieben Personen bietet und bis zu 146 km/h erreichen kann.
Vorbild für dieses Fahrzeugform waren Flügelprofile von Flugzeugen. Von der Seite aus betrachtet hat das Fahrzeug durchaus Ähnlichkeit mit dem Querschnitt einer Tragfläche.

Foto vom Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt – http://dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10462, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25770415
Diese Fahrzeugform hat allerdings nicht nur Vorteile: Eine schlechte Kurvenlage und Anfälligkeit für Seitenwind erschwerte das Fahren mitunter. Deswegen wurden Versuchsfahrten vorzugsweise bei Windstille durchgeführt.
Der Prototyp des Wagens verschwand leider nach dem 2. Weltkrieg, aber aktuell wird das „Göttinger Ei“ wieder nachgebaut, sowohl als Modell, als auch in Originalgröße.
