Revolutionen des Wissens

„Ein Academiste muß erfinden und verbessern“: Dieser Forderung Albrecht von Hallers sind die Mitglieder der Göttinger Akademie in den vergangenen 275 Jahren ihrer Geschichte kontinuierlich nachgekommen. Die Akademie wurde 1751 zu einer Zeit gegründet, in der Universitäten noch vorwiegend der Lehre verpflichtet waren, während der Forschung eine eigene Institution gewidmet werden sollte. Seite an Seite entwickleten sich Universität und Akademie in Göttingen seit dem 18. Jahrhundert zu einem bedeutenden Innovationsraum von Forschung und Lehre. Viele Disziplinen wurden in Göttingen erstmals etabliert und bis heute bietet die Akademie über Fächergrenzen hinweg ein Forum gelehrten Austausches.

Anlässlich ihres 275. Jubiläums geht die Niedersächsische Akademie der Wissenschaften in der Ringvorlesung des Wintersemesters 2026/27 ihrer Geschichte im Spiegel wissenschaftlicher Umbrüche nach. Prägendes Kontinuum dabei waren seit dem 18. Jahrhundert regelmäßige Vorträge, während es in anderen Bereichen – wie zum Beispiel dem Umgang mit Langzeitprojekten – massive Veränderungen gab. Diesen besonderen Konstellationen gehen die Vorträge der Reihe nach und erzählen dabei die Geschichte der Akademie als faszinierendes Panorama wissenschaftlicher Innovationen von höchster gesellschaftlicher Aktualität. So waren die Arbeiten von Ludwig Prandtl sowohl wissenschaftlich als auch technisch bahnbrechend, misst doch noch heute jedes Verkehrsflugzeug seine Geschwindigkeit mit dem “Prandtl-Staurohr”. Andererseits beleuchtet die Vorlesung nicht allein das Was, sondern auch das Wie und Warum wissenschaftlicher Innovation und leistet damit einen Beitrag zu einer disziplinenübergreifenden Wissenschaftsgeschichte der Entstehung des Neuen.

Die Ringvorlesung zeichnet sich durch eine hohe thematische Diversität aus. Sie führt Natur,- Sozial- und Geisteswissenschaftlen zusammen und wird inhaltlich durch einen doppelten historisch-räumlichen wie thematischen Fokus zusammengehalten. Das Thema der Vortragsreihe trägt auch den Charakter einer Art Studium Generale und umfasst damit bewusst viele Disziplinen und Fachkulturen. Darüber hinaus beschreibt es Göttingen ganz konkret als einen Wissenschaftsstandort mit einer außerordentlichen Geschichte intellektuell hochrangiger historischer Persönlichkeiten.

Weitergehende Informationen sowie das detaillierte Programm finden sich auf unserer Internetseite.

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