Wer schlauer ist, lebt länger

Ein Grauer Mausmaki wird aus einer Falle wieder in den Wald entlassen. Foto: Johanna Henke-von der Malsburg

Schlau sein zahlt sich aus, da bessere kognitive Fähigkeiten zu ausgewogeneren Entscheidungen führen können. Es ist jedoch noch weitgehend unerforscht, wie diese Fähigkeiten im Verlauf der Evolution entstanden sind. Nur wenn schlauere Individuen eine höhere Überlebens- und Fortpflanzungsrate als ihre Artgenossen haben, können sich verbesserte kognitive Fähigkeiten allmählich durchsetzen.

Wissenschaftler*innen vom DPZ haben nun den Zusammenhang zwischen
geistigen Fähigkeiten und Überlebensrate bei Grauen Mausmakis untersucht. Dazu haben sie die Tiere eingefangen, verschiedenen Kognitions- und Persönlichkeitstests unterzogen, sie gewogen und anschließend wieder freigelassen. Es stellte sich heraus, dass die Tiere,
die in den Kognitionstests am besten abgeschnitten haben, eine längere Lebensdauer aufwiesen. Doch auch diejenigen, die schwerer waren und ein ausgeprägtes Erkundungsverhalten zeigten, erreichten ein höheres Lebensalter. Dies deutet daraufhin, dass verschiedene Strategien zu einem längeren Leben führen können.

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