Studentische Forschung im Fokus

Den Staffelstab in der Hand: Susanne Wimmelmann (links), hier mit Kollegin Dr. Angelika Thiel aus der Hochschuldidaktik, organisiert die 11. Studentische Forschungs-Konferenz in Göttingen – Foto: Uni Göttingen

Unter dem Motto „Raus aus der Schublade – Rein in den Dialog“ erwartet die Universität Göttingen am 24. und 25. September 2026 Studierende aus ganz Deutschland und darüber hinaus zur 11. Konferenz für studentische Forschung (StuFo 2026). In Vorträgen und auf Postern präsentieren sie die Ergebnisse von knapp 100 Forschungsprojekten – von einer Studie zu KI in der Grundschule, an dem Studierende der Universität Vechta gearbeitet haben, über eine Rekonstruktion der neolithischen Küche von einer Studentin der Universität Oldenburg bis hin zu einem Projekt zu Poetry Slam im Wandel von Studierenden der Humboldt-Universität zu Berlin. Student*innen, Lehrende, Beschäftigte und alle anderen Interessierten sind herzlich als Gäste zur Teilnahme eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

„Wir wollen studentische Forschung sichtbar machen“, sagt Susanne Wimmelmann von der Hochschuldidaktik der Universität Göttingen, die die StuFo 2026 organisiert. „Die Konferenz bietet Studierenden eine eigene Plattform, um ihre Forschung unabhängig von etablierten Fachtagungen zu präsentieren, zu diskutieren und sich fach- und hochschulübergreifend zu vernetzen.“ Die studentischen Teilnehmenden erhalten Anregungen für eigene Forschungsprojekte und erweitern ihren Blick über den eigenen fachlichen Tellerrand hinaus. Lehrende können Anregungen gewinnen, studentisches Forschen zu fördern und zu unterstützen.

Die StuFo 2026 findet in der Aula am Waldweg statt. Die Besucher*innen können sich in parallelen Slots über die Forschungen informieren und sich mit den jungen Forschenden austauschen. Die Konferenzsprache ist deutsch, einige Präsentationen finden auf englisch statt. Dazu gehört zum Beispiel ein Vortrag über „Apocalypse in Indigenous Literature“ von einer Studentin der Universität Bochum oder auch ein Vortrag über die spannende Frage „How QR Codes Reshape Access in the University“ von einer Studentin der Technischen Universität Cottbus Senftenberg.

Neben den Forschungsbeiträgen aus Deutschland lernen die Teilnehmenden auch ein Projekt zum Thema „Homosexuelle Wähler*innenschaft der AfD“ kennen, an dem Studierende der Universität Stuttgart zusammen mit französischen Kommiliton*innen der SciencePo aus Bordeaux gearbeitet haben; ein Team der Medical School aus Lissabon und der Universität Evora, Portugal, beschäftigte sich mit der psychischen Gesundheit von Studierenden.

Die Qualität der Beiträge ist durch einen aufwändigen Revisionsprozess gesichert. „In einem bundesweiten Team von 35 Reviewer*innen – Lehrende, Wissenschaftler*innen und Hochschuldidaktiker*innen – haben jeweils zwei Personen einen Abstract durchgesehen“, erzählt Wimmelmann. „Uns war wichtig, dass die Ergebnisse auch für Fachfremde verständlich dargestellt wurden.“ Für Wimmelmann ist der Peer-Review-Prozess Ausdruck einer Kultur der Wertschätzung studentischer Forschung und des studentischen Lernens: „Durch das konstruktive Feedback konnten die Studierenden ihre Abstracts Schritt für Schritt optimieren.“ Zum Abschluss der Konferenz ist ein Workshop zum studentischen Publizieren geplant.

Die StuFo 2026 wird gefördert durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre. Sie beginnt am Donnerstag, 24. September 2026, um 13 Uhr in der Aula am Waldweg, Waldweg 26, und endet am Freitag, 25. September 2026, um 15.30 Uhr. Eine Anmeldung ist bis zum 30. August 2026 erforderlich.

Weitere Informationen und der Link zur Anmeldung www.uni-goettingen.de/de/700648.html

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