Lernen im LSG

Eingangsbereich des LSG im Juni 2020 - Foto: Klein und Neumann KommunikationsDesign

In Ruhe lernen und studieren – für Alle ist das Studium am heimischen Schreibtisch eine Herausforderung. Für Manche ist dies besonders schwierig. Zum Beispiel, weil sie kein Zimmer alleine nutzen, wegen Kindern im Haushalt nicht ungestört lernen und arbeiten können oder weil sie über keinen Computer oder keine ausreichende Internetverbindung verfügen. Für diese Studierenden in Härtefallsituationen ist das Lern- und Studiengebäude, kurz LSG, am Zentralcampus seit 2. Juni 2020 wieder geöffnet. Auch hier müssen die Hygiene- und Abstandsregeln beachtet werden, deshalb hieß es im LSG: umräumen.

Denn bei der Vorbereitung für die Teilöffnung war klar, dass jeder Raum pro Tag nur von einer Person genutzt werden kann. Die Kapazität ist also deutlich niedriger als gewohnt. Deshalb wurden Computer aus Mehr-Personen-Räumen herausgenommen und Räume ohne PC mit Rechnern bestückt. So stehen nun 240 Plätze zur Verfügung – mit modernisierten Geräten, denn der ohnehin geplante Austausch von Rechnern wurde gleich miterledigt.

Das angepasste Angebot wird gut angenommen. Seit dem 28. Mai können Studierende online einen Härtefallantrag stellen. In den ersten zehn Tagen hat die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) 305 solcher Anträge bewilligt und das Raumbuchungssystem für diese Studierenden freigeschaltet. Sie können nun einmal pro Woche einen Tag lang im LSG in Ruhe lernen und studieren. Am Dienstag nach Pfingsten, dem ersten Öffnungstag, waren schon 40 Räume belegt, am Ende der ersten Woche wurden 100 Räume genutzt. In der zweiten Woche gab es sogar 834 Reservierungen.

Gesperrte Schließfächer und Papiertücher am Anmeldeterminal (rechts). Foto: Klein und Neumann KommunikationsDesign

Schon im Eingangsbereich des Gebäudes fällt auf, dass wir uns in besonderen Zeiten befinden: Studierende wie Mitarbeiter*innen tragen Gesichtsmaske; Schilder weisen zum Beispiel darauf hin, genügend Abstand zu halten, die Schließfächer sind gesperrt. Am Buchungsterminal liegen Papiertücher bereit, die während der Anmeldung bei der Bedienung von Tasten und Bildschirm zum Einsatz kommen. Auch an anderen gemeinsam genutzten Geräten wie Drucker und Scanner werden Tücher und Desinfektionsmittel angeboten. Über Flure, Treppen oder den Aufzug, der nur alleine benutzt werden darf, geht es in den gebuchten Raum. Dann heißt es Maske absetzen, Unterlagen rausholen und loslegen.

Das Nutzungskonzept mit Härtefallregelung ist gemeinsam in der virtuellen AG Studium und Lehre mit dem AStA und der Stabstelle Diversität und Chancengleichheit erarbeitet worden. Es setzt auf Fairness und Verständnis, damit das Angebot denen zu Gute kommt, die es am dringendsten benötigen. Und seit dem 15. Juni öffnet die SUB die Arbeits- und Lesebereiche an ihren Bibliotheksstandorten. So stehen wieder mehr Lernorte für alle zur Verfügung.

Informationen zur Nutzung des LSG gibt es hier.

Aktuelles aus der SUB gibt es hier.

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